Kardinalspitz

Wem eine ganze Kardinalschnitte zu viel ist, oder wer für eine Party eine kleine Nachspeise benötigt – für den ist der Kardinalspitz einfach perfekt. Ok die Kardinalschnitte ist bei einer Party so und so der Burner, denn auch wenn keiner mehr kann – ein Stück Kardinalschnitte geht immer. Aber optisch machen diese kleinen Dinger schon was her. Bei der Küchenschlacht wurde diese –  von mir erfundene Variation – von Horst Lichter bewertet. Der sich natürlich – ob des ungewöhnlichen Namens – sehr gewundert hat. O-TON: „Dat muss ich einmal goooogeln, woher die den Namen haben!“ Da muss er nicht lange googeln. Das einzige Suchergebnis bietet Bine kocht! Denn ich hab ihn so getauft. Weil es eben nur eine kleine Spitze der legendären Kardinalschnitte ist… Mit ganz wenig Kalorien.

Ist wie erwähnt auch meine Nachspeise aus der Küchenschlacht vom 12. August 2010:

Schwierigkeitsgrad: 

Zubereitungszeit: 30 Min.

Zutaten für 6 Personen:

  • 5 Eier (Größe L)
  • 30 g Staubzucker
  • 100g Kristallzucker
  • 2 EL Vanillezucker
  • 25 g Mehl
  • 1 Msp Backpulver
  • 1 TL Hesperidenessig
  • 4 EL Ribiselmarmelade
  • 250 ml Schlagobers

Deko:

  • 5 Erdbeeren
  • 50 g Heidelbeeren

Zubereitung:
Den Backofen auf 150 Grad Umluft vorheizen.

Tipp vorweg: Am Besten nicht ganz frische Eier verwenden, weil es sonst sein kann, dass die weiße Masse glasig und klebrig wird! Und ganz wichtig: Die Massen mit dem Handmixer schlagen. Die Küchenmaschine rührt nur und scheinbar ist das zuwenig für wirklich schöne Kardinalspitzen!

Und ganz wichtig: Die Kardinalspitzen sofort aus dem Rohr nehmen. Hatte sie einmal im Rohr belassen, weil ich noch einmal weg musste und Angst hatte, dass meine Katzen ganz wild auf die frisch gebackenen Spitzen sind. Ergebnis: Die weiße Masse wird extrem zäh!!!

Aber jetzt wirklich zur Zubereitung:

Vier Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen, erst dann den Kristallzucker und zum Schluss den Essig zugeben und weiter schlagen. Wenn man den Rührbesen leicht aus der Masse hebt müssen sich Türme bauen lassen. Dh. der Kristallzucker muss sich vollkommen aufgelöst haben.

Die vier Eigelbe und ein ganzes Ei vermengen und richtig schaumig aufschlagen. Erst dann 30 g Staubzucker und den Vanillezucker hinzufügen. Das Mehl und das Backpulver dazugeben und zu einem Teig verrühren. Den Teig in Muffinförmchen füllen und in den Ofen geben. (Masse reicht für ca. 12 Förmchen)

Eiweißmischung in einen Spritzbeutel füllen, 12 Häubchen auf das Backpapier spritzen und ebenfalls in den Ofen geben.

Beides benötigt so etwa 15-20 Min je nach Backrohr. Bei den Häubchen sieht man recht schön, ob sie bereits braun werden. Bei der Biskuitmasse einfach mit einer Rouladennadel probieren, ob noch Teig haften bleibt.

In der Zwischenzeit das Obers (Schlagsahne) steif schlagen. Häubchen und Biskuit aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Die Biskuitböden in der Papiermanchette mit Ribiselmarmelade bestreichen. Das Schlagobers draufgeben und die Baiserhäubchen daraufsetzen. Mit den Erdbeeren und Heidelbeeren dekorieren. Mit Puderzucker bestreuen und servieren. Fertig ist der perfekte Kardinalspitz!

 

4 Comments on Kardinalspitz á la Bine

  1. Ich habe die Kardinalspitz schon öfter gemacht , jedesmal fallen die Törtchen in sich zusammen. Geschmacklich sind sie ein Gedicht. Soll ich sie besser im Ofen erkalten lassen ?

    • Hallo liebe Hiltrud,

      sie fallen eigentlich nur zusammen, wenn man den Schnee überschlagen hat (passiert meist wenn man es mit der Küchenmaschine macht), das Eiweiss darf nicht flockig werden bevor der Zucker dazu kommt. Der Zucker muss auch komplett aufgelöst sein. Dann kommt noch Essig zur Stabilität dazu. Und wirklich braun werden lassen (also so dass wenn man sie antippt schon eine etwas härtere Kruste ist). Nicht im Rohr auskühlen lassen sonst werden sie zäh. Liebe Grüße Bine

  2. Hallo, es kommt auch auf den Ofen an. Heute habe ich mit dem alten gebacken und die Schönheiten wurden perfekt.
    lg
    Gabi

    • Hi!

      ja das hast du vollkommen Recht! Mit meinem alten Ofen werden sie perfekt. Man muss auch einfach ab und zu aufmachen, damit Flüssigkeit entweichen kann. Bei den alten pfeift es sowieso schön überall durch 😉 lg, Bine

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