Szegediner Krautfleisch

Bei den Klassikern meiner Kindheit stehe ich mit Mr. Bee regelmäßig auf Kriegsfuß. Schweinsbraten mit Sauerkraut, geröstete Leber a la Papa, Steirisches Wurzelfleisch, Reisfleisch, Serbische Bohnensuppe und vieles mehr. Bei all diesen Gerichten vernehme ich maximal ein mürrisches Knurren und den Hinweis, wir könnten doch wieder mal Fleischlaberl oder Cordon Bleu verspeisen. Leider zahlt es sich bei einigen dieser Gerichte nicht aus, sie für mich allein zuzubereiten, es sei denn ich möchte einige Tage hintereinander das Gleiche essen. Einfrieren wäre eine Idee. Doch so richtig gut, schmeckt alles eigentlich nur frisch. Gestern hab ich einen guten Tag erwischt. Mr. Bee erklärte sich einverstanden mal ein Szegediner Krautfleisch zu probieren, obwohl Schweinefleisch nicht gerade zu seinen Lieblingsfleischsorten gehört.  Zu meinem Erstauen kam er dann mit einem zweiten Teller aus der Küche. Auf dem Teller ein ziemlich hoher „Hauffen“ an Kraut. Ihr werdet nicht glauben was darunter zu finden war. Ein eiskaltes Fleischlaberl, das sich vom Vortag noch im Kühlschrank fand.

Schwierigkeitsgrad:

Zubereitungszeit: 1,5 Std.

Zutaten für 4 Personen:

  • 800 g Schweinsschulter ausgelöst
  • Maiskeimöl
  • 1 große Zwiebel
  • 15 – 20 g Paprikapulver, edelsüß
  • ein Spritzer Hesperidenessig
  • 750 g Sauerkraut (gewässert)
  • Salz
  • Pfeffer, schwarz
  • 1 TL Zucker
  • Lorbeerblatt
  • Kümmel
  • Knoblauch, gepreßt
  • 10 g Mehl glatt
  • 250 g Sauerrahm
  • 1 Liter Wasser oder Suppe (Suppe macht es viel viel besser)
  • 400 g Erdäpfel (festkochend)
  • Butter
  • Salz
  • etwas Petersilie

Zubereitung:

Erdäpfel mit Schale weichkochen. Erkalten lassen und schälen. Anschließend in etwas Butter schwenken und salzen. Nach Belieben mit geschnittener Petersilie bestreuen.

Die Schweinsschulter in gleichgroße Würfel schneiden (ca. 3 cm). Kleingeschnittenen Zwiebel in Öl (oder Schweineschmalz) glasig anschwitzen  und das Paprikapulver einstreuen. Fleisch rasch hinzufügen und durchrühren, mit Essig ablöschen und sofort mit Wasser/Suppe aufgießen. Wenn man Suppe verwendet ist der Geschmack natürlich etwas runder! Zugedeckt ungefähr für 45 Minuten dünsten. Anschließend Sauerkraut, Kümmel, Pfeffer, Lorbeerblatt, Zucker und Knoblauch hinzufügen udn alles gemeinsam weitergaren. Bei Bedarf etwas Flüssigkeit hinzufügen. Wiederum für 20-30 Minuten garen. Auf jeden Fall den Kümmel nicht vergessen – denn der hilft bei der Verdauung!!

Mehl mit der Hälfte des Sauerrahms versprudeln und mit etwas Wasser glattrühren. Zügig unter das Krautfleisch mengen. Zum Schluß die Lorbeerblätter entfernen.

Gemeinsam mit den Erdäpfeln und einem Klecks Sauerrahm servieren!

Tipp: Immer frisches Sauerkraut aus dem Holzfass verwenden. Wer das Krautfleisch lieber etwas cremiger mag, kann statt Rahm auch Creme Fraiche verwenden!

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