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Was läuft täglich um 19 Uhr im Hause Bee? Genau – Das perfekte Dinner. Eine meiner Lieblingssendungen, wenn gleich das Niveau in der letzten Zeit sehr zu wünschen übrig lässt. Die Sendung ist mehr und mehr geprägt von Selbstdarstellern und Möchtegernschauspielern, womit der Fokus des Dinners sich immer weiter vom perfekten Essen entfernt. Es wird in der Wohnung gestöbert, schief gesungen, schlecht gekocht und obendrein noch getanzt. Nicht schief aber oft äußerst peinlich. Zum Fremdschämen. Ich schaue immer noch – in der Hoffnung doch das eine oder andere Kochhighlight zu sehen.

Vor ein paar Monaten bin ich dann bei einigen meiner österreichischen Lieblingsblogs auf eine grandiose Dinner-Reihe gestoßen. Das perfekte Foodblogger Dinner. Eine wie ich finde großartige Idee. Natürlich musste ich bei der zweiten Runde unbedingt dabei sein. Für meine Freundinnen kochen und diese begeistern ist meist keine Kunst, aber dem kritischen Gaumen von gleichgesinnten Foodbloggern Stand zu halten, endlich eine Herausforderung. Der Initiator und Ideengeber des perfekten Foodblogger Dinners ist Jürgen Liechtenecker, bei dem vor einigen Tagen der erste Abend von statten ging.

Nachdem ich einen Teil der Runde lediglich von einem kurzen „Hallo“ bei dem einen oder anderen Workshop kannte war es umso aufregender. Hier ein kleiner Überblick über die perfekte Foodbloggerrunde:

Jürgen Liechtenecker – mit seinem stylishen Blog: Goldschwarz

Kevin Ilse – der Gewinner des heurigen AMA-Foodblogawards mit seinem Blog: The Stepford Husband

Alexandra Palla – die roughcut, intuitiv und authentisch kochende Bloggerin von: Roughcutblog

und last but not least

Peter Putzer – erklärter Foodnerd und begeisterter Fotograf mit seinem Blog: Mundschenk & Compagnie

Und somit stand ich am Mittwoch bei Kerzenlicht-Ambiente, im tollen Wohnzimmer von Jürgen – mit traumhaftem Ausblick auf Wien und das hell erleuchtete Riesenrad. Mit „fremden“ Menschen, die nach wenigen Minuten gar nicht mehr so fremd waren. Und wir reden nicht nur über´s KOCHEN.

Als kleiner Vorgeschmack für Euch mal die Speisekarte:

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Herzlicher Empfang von Jürgen und zu Beginn gab es einen Cocktail, den ich in dieser Form noch nie getrunken habe. Einen sogenannten Apfel Collins. Aufbauend auf dem klassischen Collins, der ja bekanntlich auf dem klassischen Sour beruht, aber noch Soda enthält. Unser Aperitif des herbstlichen Menüs war klarerweise mit Apfelsaft verfeinert. Sonst hätte er ja nicht Apfel Collins geheißen. Nachdem ich bekennende Sour Drinks Liebhaberin bin, ein perfekter Start in den Abend.

Als Amüse Göl, wie es Jürgen liebevoll nennt, wurden wir mit Roter Rübenquiche verwöhnt.

Ich muss zugeben, ich habe nur eines probiert, weil die Gespräche so angeregt waren, dass ich fast darauf vergessen habe. Und obendrein bin ich ja kein großer Freund von Quiches, da sie mir oft zu trocken sind. Umso überraschter war ich, dass mir das kleine Häppchen doch recht gut geschmeckt hat.

AMUSE GUEULE: ROTE RÜBENQUICHE

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 VORSPEISE: FENCHEL-ORANGENSUPPE MIT CURRYCROUTONS

Der Fenchel kam ganz fein durch, wenngleich die Suppe doch von einer ziemlichen Säure dominiert war. Klar bei Orangensaft und Weißwein als weitere Hauptzutat. Für mich – die bekanntlich sämtliche Essigdressings pur trinken kann, ein harmonischer Geschmack. Und was ich vorhin noch nicht erwähnt hatte. Ich kämpfte ja seit Tagen mit einer lästigen Gastritis. Komischerweise war nach dem Genuss der Suppe nichts mehr zu spüren. Das Rezept muss ich mir unbedingt merken!

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Weiter ging´s mit dem Hauptgang. Und NEIN – wir haben in der Zwischenzeit nicht in Jürgens Unterhosen gewühlt.

ROASTBEEF MIT BIRNENROTKRAUT & KÜRBIS POMMES FRITES:

Butterzartes Fleisch, ein rundes gschmackiges Rotkraut und Kürbisstifte. Optisch sehr an Pommes erinnernd, va. auch wegen der herzigen Tüte. Nette Idee, wie ich meine. Doch von der Konsistenz natürlich weit entfernt von richtigen knusprigen Pommes. Was mich nicht gestört hat, da ich Kürbis in allen Variationen gerne esse – zumindest die Optik hat gestimmt. Viele werden jetzt denken, wo ist eine Sättigungsbeilage? Mir hat an dem Gericht nichts gefehlt. Nicht mal der Salat, der sonst bei mir immer dabei sein muss. Das Rotkraut war mir Salat genug. Und nachdem ich Fleisch auch nur mit Gemüse essen kann – perfekt für mich.

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Das Highligt jedes Essens ist bekanntlich die Nachspeise. Oft nicht für mich, weil ich ja salzige, würzige Dinge bevorzuge und mich oft eher an das Käsebuffet halte. Wenngleich mich eine leichte Käseallergie meist davon abhält.

Und ich kann schon vorweg nehmen. Die Nachspeise hat großartig geschmeckt.

NACHSPEISE: TOPFENNOCKERL MIT TRAUBENRÖSTER & VANILLEEIS

Topfen ist meine Leibspeise. Zumindest, wenn es sich um Torten, Palatschinken, Kuchen, Golatschen und Knödel handelt. Mit Nougat gefüllt, ohne Nougat, mit Himbeer- oder Erdbeersauce. Ich liebe ihn in allen Variationen. Der Traubenröster war köstlich und das selbst gemachte Vanilleeis ein Traum. Jetzt hätt ich fast die Topfenknödel vergessen. Die waren für mich das Beste am Dessert. Fluffig leicht, mit einer extrem knusprigen Bröselpanier. Ich warte schon auf das Rezept, um zu erfahren was da alles drin war. Leider hab ich aufgrund meiner Magenverstimmung nur eine halbe Portion gegessen – und ich ärgere mich heute noch!

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FAZIT:

Rundum ein wunderbarer Auftakt des Perfekten Foodblogger Dinners. Jürgen war ein toller Gastgeber. Die Tischdeko schlicht, aber dem Motto entsprechend. Die Weine, die ich ebenfalls nur schlückchenweise genießen konnte, waren gut gewählt. Nachdem er in allen Gängen genau meinen Geschmack getroffen hat (echt ein großer Zufall) – ein ziemlich perfektes Dinner für mich! Wieviel Punkte wir verteilt haben erfahrt ihr – wie beim TV-Format – erst am Ende!

Weiter geht´s am: 7.11., 14.11.,20.11 und 28.11.

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Hier geht´s zu den Berichten auf:

The Stepford Husband

goldschwarz

Roughcutblog

Mundschenk & Compagnie