Wir haben eine neue Lieblingstorte! Mit „wir“ meine ich Mr. Bee und mich. Ich war ja schon immer großer Fan von Maronireis. Mit Schlagobers, ohne Schlagobers, auf einer Torte, in einer Torte – nur schön süss muss er sein. Drum muss ich ja die ledigen Maroni, also die vom Maronibrater, so gar nicht haben. Da ist einfach zu wenig Zucker für die Bine dabei. Aber warum ist Mr. Bee auf die Maroni gekommen, also eigentlich auf die cremige Maronischnitte? Seit neuestem gibt es hinter dem Büro eine tolle Konditorei. Das ULLMANN`S. Eine Torte besser als die andere. Zu Beginn war ich ja süchtig auf den Topfenstrudel. Klar – als erklärter Topfentiger. Dann bin ich auf die Maronischnitte umgestiegen und hängen geblieben. Die ist aber auch grandios. 3 verschiedene Konsistenzen der Maroni. Ein Schokobiskuit mit Risbiselmarmelade, ein Maronikern, rundherum ein Maronimousse,  als Dritte Schicht Schlagobers und oben auf Maronireis. Irgendwann hab ich Mr. Bee mit dieser Köstlichkeit überrascht. Seitdem ist auch er ihr verfallen. Ich hab öfters überlegt, ob ich sie nicht mal selbst probieren soll, also nicht essen, sondern backen – aber warum etwas Perfektes krampfhaft versuchen nachzumachen? Wie sagt Sarah Krobath – von „Sarah satt“ so schön, manchmal muss ENJOY IT YOURSELF vor DO IT YOURSELF stehen. Wie ich allerdings meine Ostertorte das rigo jancsi gemacht hab, hat Eric nach dem ersten Bissen gemeint. Wow – das kommt der Konistenz und dem Grundgeschmack der Maronischnitte schon sehr nah. Fehlt nur noch die Maroni. So habe ich mich angesichts meines Geburtstags, nun doch an die Version 1.0 gemacht. Das nächste Mal wird auch das Mousse mit Maroni versetzt. Und dann kommt irgendwann auch der Rest dazu. To be continued…

Schwierigkeitsgrad: loeffel 

Zubereitungszeit: 1 Stunde reine Arbeitszeit (die Torte braucht aber insgesamt 2 Tage!)

Zutaten für eine kleine Torte (16cm):

Für das Kakaobiskuit:

  • 80 g glattes Mehl
    80 g Feinkristallzucker
    60 g Butter
    3 ganze Eier
    1 EL Kakaopulver

Für das dunkle Schokolademousse:

  • 2 Eidotter
    Vanillezucker
    Salz
    90 g Bitterschokolade (Kuvertüre)
    Cognac
    3/16l Schlagobers (Sahne)

Für die Dekoration/Maronireis:

  • 100 g Maroni (JA!Natürlich)
  • etwas Staubzucker (je nachdem wie süss man es haben will)
  • etwas Rum
  • 20 ml Milch (bei Bedarf etwas mehr)
  • 1/8 l Schlagobers (Sahne)
  • Ribiselmarmelade (Johannisbeermarmelade)

Zubereitung:

Für den Tortenboden:  Über den Tortenboden Backpapier spannen und die Form zusammenbauen. Man sollte jetzt die Eier mit Feinkristallzucker über Wasserdampf auf ca. 50 Grad aufschlagen und danach in der Küchenmaschine ordentlich schaumig aufschlagen. Ich hab meine Kenwood Cooking Chef zur Hilfe genommen und die Eier mit dem Kristallzucker bei 35 Grad aufgeschlagen.

Danach die Butter schmelzen und unterheben. Mehl mit dem Kakaopulver versieben und nach und nach mit dem Spatel unterheben.

Ostermenü 2015 – 04

Die Masse 2-3 Finger dick in die Tortenform füllen. (Da etwas Teig übrig bleibt, habe ich noch 2 Herzen damit gefüllt. Die kann man dann mit Marmelade wunderbar zum Frühstück essen.) Alles bei 170 °C Ober-/Unterhitze für ca. 30 Minuten backen. Die Nadelprobe machen. Ein guter Indikator dafür, dass die Torte bald fertig wird ist der gute Geruch der sich plötzlich verbreitet.

Ostermenü 2015 – 07

Auskühlen lassen. Ich stelle die Formen dazu immer auf einen Rost, dass auch von unten Luft dazu kommt und die Torte nicht nachbäckt.

Anschließend den Tortenboden mit Ribiselmarmelade bestreichen.

Für das dunkle Schokoladenmousse:

Eidotter mit einem halben TL Vanillezucker und einer kleinen Prise Salz gut schaumig aufschlagen. Die Schokolade in Stücke schneiden und über Wasserdampf in der Schmelzschale schmelzen. Die Schokolade (nicht zu heiß) mit der Eidottermischung glatt rühren und ein paar Spritzer Cognac einrühren.

Obers cremig schlagen und unter die dunkle Schokoladenmasse ziehen. Dabei sollte die Masse aber nicht mehr zu warm sein, sonst fällt das Obers zusammen.

Das dunkle Mousse auf die Torte streichen und die Form mit Frischhaltefolie abdecken. Am besten über Nacht im Kühlschrank kühlen.

Für den Maronireis:

Achtung: Den Maronireis unbedingt immer ganz frisch machen! Wenn er austrocknet wird er hart. Zur Maronizeit kann man die Maroni natürlich selbst im Rohr zubereiten. Sonst greife ich gerne auf die bereits geschälten Bio-Maroni von JA!Natürlich zurück. Dann geht der Maronireis auch blitzschnell. Die geschälten Maroni, die Milch, etwas Staubzucker mit dem Stabmixer aufmixen. Mit Hilfe von Milch kann man die gewünschte Konsistenz individuell mischen. Er sollte aber jedenfalls nicht zu flüssig werden, sonst lässt er sich nicht mehr formen. 20 ml auf 100 g sind meiner Meinung nach ziemlich ausreichend. Zucker kann man ebenfalls nach Belieben mehr oder weniger nehmen. Mit Rum abschmecken.

Schlagobers steif schlagen.

Die Torte vorsichtig mit einem scharfen Messer vom Rand lösen. Mit Hilfe der Rosentülle (ist die schmale, schlitzförmig gebogene Tülle) und einem Spritzsack, das Schlagobers (die Sahne) am Rand der Torte auftragen. Ich hab diesmal ein Wellenmuster gemacht.

Den Maronireis in die Erdäpfelpresse geben (ich hab meinen dünnen Einsatz in der Schnelle gestern nicht gefunden) und den Maronireis mittig auf die Torte pressen. Mit Staubzucker bestreuen.

Jetzt nur noch genießen!

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Die Torte war in Windeseile verspeist!

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