Bine isst im The Brickmakers Ale & Cider House – 18In Wien passiert so viel, da kann es schon mal passieren, dass man einiges nicht so schnell zusammenbringt. Kombinatorisch gemeint. In diesem konkreten Fall – ein Lokal auf der Summerstage am Donaukanal – mit den neu eröffneten Lokal bei uns ums Eck. Vergangenen Sommer hab ich es erst gegen Saisonende ins neue „BIG SMOKE“ auf die Summerstage geschafft und gemeinsam mit zwei lieben Arbeitskolleginnen, bei wunderbarem Sonnenschein ein paar Köstlichkeiten genossen.

So sitz ich also nichts ahnend in der U-Bahn und lese in der unsäglichen HEUTE, dass in der  Zieglergasse ein neues Lokal eröffnet. Nach einem Blick in Google Maps war klar: Nach dem Centimeter und dem Kolar, hat wohl wieder jemand Neuer, das etwas düster-dunkle Bier-Lokal übernommen. Der Jemand – ist niemand geringerer als der »Charlie P’s«-Wirt Brian Patton und Spitzenkoch Peter Zinter, Die beiden haben sich also getraut, so mitten in der Zieglergasse ihre Zelte aufzuschlagen.  Pattons Stammhaus liegt bekanntlich an der Wiener Währingerstraße, wo Zinter laut Medien bereits die Karte überarbeitet hat. Das dürfte so gut gelaufen sein, dass sie beschlossen haben gemeinsam in der Zieglergasse weiterzumachen. Das Popup-Projekt »Big Smoke«, das mit rauchig duftendem Barbecue vergangenen Sommer für Furore gesorgt hat, hat somit ab sofort ein Dach über dem Smoker – »The Brickmakers Ale & Cider House«. Und man muss guten Fleischhunger haben, denn die Karte bietet Fleisch, Fleisch und nochmal Fleisch. Allerdings lässt sich das wunderbar kühl hinunterspülen, nämlich mit der größten Craft Bier Auswahl Österreichs. Glaub so an die 200 (ZWEIHUNDERT!). 29 sogar frisch gezapft. Mr. Bee – dem ich sofort ein SMS geschickt hab, war begeistert. Findet sich auf der Getränkekarte doch ein alter Bekannter unserer Hochzeitsreise – das SAMUEL ADAMS.

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Für die Damen gibt´s aber auch einen alten Bekannten. Wie schon im Sommer – einen köstlichen Hugo.

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Die Karte für die im BIG SMOKE am Donaukanal noch Christian Petz verantwortlich zeichnete wurde etwas erweitert, ist aber in Grundzügen immer noch vorhanden. Sie verspricht Fleisch, gutes Fleisch: Beef Short Ribs, die zuvor sechs Stunden im Rauch gegart, also ge­­smoked wurden. Zartes Bio Mangalitza Lulled Pork, das angeblich sogar 12 Stunden im Smoker verbracht hat. Southern Fried Chicken, Sausage, Pastrami, Sandwiches und natürlich auch die klassischen Pork Ribs. Als Highlight noch Brisket und die Burnt Ends vom Brisket – das Bruststück vom Rind, das nach 13 Stunden „low and slow“ aus dem rauchigen Ofen kommt. Ich würde ja wirklich gern mal in die Küche schauen, ob tatsächlich im 7. Bezirk gesmoked wird! Laut Kellner: JA! Auf dem Tisch stehen hausgemachte BBQ- und Spicy-Sauce. Beide Saucen sind ein Traum – sage ich als alter Saucentiger.

Bine isst im The Brickmakers Ale & Cider House – 09Ich konnte mich gleich nicht entscheiden. Hab mich aber dann – weil noch als köstlich in Erinnerung – für das Pulled Pork vom Mangalitza Schwein entschieden.

Bine isst im The Brickmakers Ale & Cider House – 12Mr. Bee wollte eigentlich das Brisket probieren. Nachdem das Lokal seit Eröffnung heillos überrannt ist, haben wir trotz längerer Vorreservierung erst gegen 21 Uhr am Samstag einen Tisch bekommen. Da war das Brisket schon aus. AUS?!! Ehrlich gesagt. Nach einem Monat sollte man schon besser kalkulieren können. Dass an einem SAMSTAG bereits um 21 Uhr – auf einer doch recht überschaubaren Karte – einer der Hauptrenner aus ist, ist kein gutes Renommee. Um nicht zu sagen, eigentlich O-TON Mr. Bee – eine Frechheit. Er wollte fast schon gehen.

So hat sich Mr. Bee dann, etwas grantig, für die Pork Ribs entschieden. Saftig, gutes Raucharoma und sehr zart.

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…und dazu noch einen Maiskolben genossen. Dieser ist mit Cayennemayonnaise und Zitrone mariniert.

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Mein Pulled Pork war herrlich zart und geschmacklich wirklich super. Besonders hervorragend war das Brot!!! Ich habe noch nie so fluffig, leichtes Sauerteig-Baguette gegessen. Was zu bekritteln wäre – die Anrichteweise. Ist für die Preise doch etwas spartanisch. Da hätte man sich doch noch ein bisserl was überlegen können. Zwar super stylish in den Metallschüsseln, aber vom Feeling her, doch etwas lieblos hingeklatscht.

Bine isst im The Brickmakers Ale & Cider House – 11Das Lokal wurde übrigens komplett umgebaut. Nur wenig erinnert an die dunkle Bier-Höhle davor. So finden sich altes, teilweise retrohaftes, neben ganz neuen Elementen. Ein toller Mix, wie ich meine. Eine lange Bar. Coole Anschlagtafeln (einzelne Buchstaben – schwarze auf weiß – auf einer großen schwarzen Tafel) und 6 Kupferfässer voll mit Bier unter der Decke, kleine Fliesen, viel Holz und getrennte Abteile. Es ist trotzdem extrem laut. Richtig laut.

Bine isst im The Brickmakers Ale & Cider House – 19Trotz des unerfreulichen Umstands, dass nicht alles auf der Karte bestellbar war hatten wir doch einen schönen Abend mit köstlichem Essen. Wir kommen wieder. Und dann wird noch kritischer geschaut. MMMhm. Der Bine schmeckt´s. Was allerdings der große Nachteil ist, es müssen immer beide Lust auf SMOKE haben. Auf der Karte findet sich nichts, was nicht aus dem Rauch kommt. Ein saftiges Steak oder gegrillte Ribs wären da nicht schlecht.

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Hier das „Bine isst“ Ranking:

Qualtiät der Speisen und Getränke: 8 (von 10 Punkten) 

Service: 8/10

Ambiente: 5/10 (aufgrund der Lautstärke, sonst ist es echt stylish geworden)

Auswahl an Speisen: 5/10 (nachdem die Karte doch überschaubar ist, ist es doppelt ärgerlich wenn ein Highlight gar nicht verfügbar ist)

Wo ist das „Brickmakers Ale and Cider House“ zu finden? Wie reserviert man? Ein Blick in die Speisekarte?

Brickmakers Ale and Cider House

Zieglergasse 42, 1070 Wien

Tel: +43 01/9974414

info@brickmakers.at

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