Knuspriges Hühnerfleisch süss-sauer

Ihr wisst schon Bescheid. Huhn knusprig und Mr. Bee – die zwei gehören einfach zusammen. Das ist wie Bine und Topfen. Bine und Haribos. Oder Bine und Sekt oder Prosecco. Das schmeckt einfach. Mr. Bee´s absolutes Lieblingsgericht beim Asiaten ist seit jeher „Knuspriges Hühnerfleisch süß-sauer“. Die Nummer 47 oder 53 oder so. Oder M3 beim Mittagsmenü. Mein Hühnerfleisch süß-sauer-spicy ist eine würzige Adaption dieses Klassikers. Jedes Mal, wenn das bei uns auf den Tisch kommt, meint Mr. Bee – „und wann probierst du jetzt mal das RICHTIGE knusprige Hühnerfleisch süß-sauer?“ Er weiß halt wie man meinen Ehrgeiz anstachelt. So hab ich sämtliche China Kochbücher in meinem Schrank durchsucht, mir ein paar Videos auf youtube angeschaut und diverse Rezepte im Netz studiert. Bis mein – wie ich finde – echt perfektes Rezept entstanden ist. Und das größte Lob kam von Mr. Bee – „Mit dir kann man nirgends mehr hingehen! Das schmeckt so gut, da brauch ich nimmer zum Chinesen.“ Hmm… manchmal gar nicht so schlau, wenn man nach Perfektion strebt. Dann bringt man sich um einen entspannten kochfreien Abend…

Schwierigkeitsgrad:

Zubereitungszeit: 1 Stunde

Zutaten für 2 Personen:

  • 2 Hühnerbrüste (ca. 380 – 400g Hühnerfleisch)
  • 2 EL Mehl (glatt)
  • 2 EL Maisstärke (z.b. Maizena)
  • 2 EL Sojasauce (ich nehme die normale von Kikkoman)
  • 4 Tropfen Sesamöl
  • 2 EL Wasser
  • 1 EL Sherry (oder 1 EL Wasser noch dazu, wenn man keinen Alkohol verwenden will)
  • 1 TL Maiskeimöl (oder sonstiges Pflanzenöl)
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/4 L  Maiskeimöl (zum Frittieren) oder ein wenig mehr, je nach Größe des Topfes

alternativer Backteig auf Bierbasis:

  • 150 g Mehl
  • 25 g Speisestärke
  • 1/2 TL Salz
  • 1/8 l Bier (oder Mineralwasser)

Für die Sauce:

  • 5 grosse Scheiben Ananas (aus der Dose) – in schöne Stücke schneiden
  • 150 ml Ananassaft (aus der Dose)
  • 1 große Karotte (in dünne Scheiben geschnitten)
  • 2 El Essig (Apfelessig oder Hesperidenessig)
  • 3 EL brauner Zucker
  • 1 TL frischer Ingwer (in kleine Würfel geschnitten)
  • 1 Zehe Knoblauch (in kleine Würfel geschnitten)
  • 2 Jungzwiebel (das weisse in kleine Stücke geschnitten)
  • etwas Pfeffer
  • 1 EL Sojasauce (ich verwende immer die salzige von Kikkoman)
  • 1 gestrichener EL Ketchup
  • 1 TL Tomatenmark
  • etwas Sambal Oelek
  • 120 ml Hühnersuppe oder Rindssuppe
  • Salz
  • 1 TL Maizena in Wasser aufgelöst
  • etwas Maiskeimöl

Beilage:

  • 1 Tasse Basmatireis
  • 2 Tassen Wasser
  • Salz
  • Jungzwiebel (den grünen Teil)
  • geröstete Sesamkörner (schwarz oder weiss)

alternative Beilage – klassisch gebratener Eierreis:

  • 1 Tasse Jasmin Reis (oder sonstiger klebrigerer Reis)
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 Ei
  • Salz
  • 1 kleine Zwiebel (in kleine Würfel geschnitten)
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Handvoll Erbsen
  • 1 Karotte (in kleine Würfel geschnitten)
  • 1 Stange Jungzwiebel (in kleine Würfel geschnitten)
  • Maiskeimöl oder Sesamöl (wenn ihr den Geschmack mögt)

Zubereitung:

Den Reis kochen. Dazu 1 Tasse Basmatireis gut auswaschen. Dann in 2 Tassen gesalzenem Wasser auf mittlerer Hitze kochen bis das Wasser verdampft ist. Danach einen Deckel drauf geben und unter der Bettdecke verstecken. So bleibt er schön warm. Ein alter Trick meiner Mama.

Aus dem Mehl, der Maisstärke, Wasser, Öl, Backpulver, Sojasauce, Sesamöl und Sherry eine cremige Marinade anrühren. Das Hühnerfleisch in längliche mind. 1 cm dicke Streifen schneiden und durch die Marinade ziehen und darin liegen lassen. Das Ganze sollte mind. 1 halbe Stunde im Kühlschrank durchziehen.

Für die Sauce:

Den Jungzwiebel, Knoblauch, Ingwer und die Karottenscheiben in etwas Maiskeimöl anbraten. Den braunen Zucker hinzufügen und schmelzen lassen. Das Tomatenmark hinzufügen und kurz mitrösten lassen. Mit Essig ablöschen. Alles mit Suppe und Ananassaft aufgießen. Die Ananasstücke hinzufügen, mit etwas Sojasauce, Ketchup und Salz würzen und einkochen lassen. Bei Bedarf noch etwas Ananasaft oder Suppe nachgießen. Ich würze dann noch ganz wenig mit Sambal Oelek. Dazu tauche ich einen Teelöffel in das Sambal und ziehe ihn hängend wieder hinaus. Nur das was am Löffel haften bleibt rühre ich in die Sauce. Ganz zum Schluss etwas in Wasser aufgelöste Maisstärke in die Sauce rühren, damit sie die richtige Bindung bekommt. Braucht man echt nicht viel, weil die Sauce durch den Zucker ohnehin schon dickflüssig ist!

Öl in einem Topf erhitzen (so viel Öl, dass die Hühnerstücke schwimmen können) und die marinierten Hühnerstücke darin schwimmend ausbacken. Mit einer Fleischzange arbeiten. Ab und zu legen sie sich leicht an, dann nur kurz lösen und schon schwimmen sie wieder!

Sobald die knusprigen Hühnerstücke braun sind auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Sesamkörnern bestreuen.

Jetzt nur noch anrichten und genießen. Ach ja und den Reis im Bett nicht vergessen!

PS: Ich habe nur eine kleine Menge angerichtet. Keine Sorge – ihr werdet mehr als satt!

Hier meine zweite Variante aus Bierteig und mit gebratenem Reis:

Den Reis klassisch kochen (1 Tasse Wasser, 2 Tassen Wasser, 1 TL Salz) und danach auskühlen lassen (mind. 2 Stunden!! damit er nicht in Klumpen aneinander klebt)

Öl in der Pfanne (am besten Wokpfanne) erhitzen (wirklich heiß) und den Zwiebel, Jungzwiebel, Karotten  und Knoblauch darin anrösten. Nicht zu braun werden lassen! Danach den Reis nach und nach dazu geben (es darf nicht zuviel auf einmal sein). Schön verteilen und schauen, dass er in einzelne Körner zerfällt. Danach die Erbsen dazu geben. Alles etwas beiseite schieben und etwas Öl in die Pfanne geben. Das Ei wie ein Spiegelei aufschlagen und mit einer Spachtel zerteilen. In kleine Teile verhacken und erst dann zum Reis mischen. Am Schluss 1 EL Sojasauce darüber verteilen und nochmal gut umrühren! Fertig ist der perfekte gebratene Reis.

Hühnerfleisch süss-sauer

Hühnerfleisch süss-sauer

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.