Maronimousse

Vor 2 Tagen habe ich bekanntlich den Baileysgugelhupf gebacken. Bereits 2 Tage alt, ist er immer noch extrem saftig, aber schon merklich dezimiert. Ich geb´s zu – den halben hab ich alleine gegessen. Und ich hätte auch den ganzen geschafft, wäre mir Mr. Bee nicht seit Wochen mit einer Maronischnitte in den Ohren gelegen, wofür ich extra wieder Schokoboden hätte backen müssen. Da kam mir die zündende Idee. Warum nicht einfach ein Maronimousse im Glas zaubern und als „Boden“ ein wenig Baileysgugelhupf verwenden? Dazu noch etwas Ribiselmarmelade, Preiselbeeren (wie wir es letztens noch am Pogusch gegessen haben) und schon hätte man die perfekte schmelzende Mischung mit etwas Säure. Hier könnt ihr euch übrigens beliebig austoben, je nachdem wie fruchtig ihr es wollt. Man kann das Maronimousse natürlich auch ohne Schokokuchen zubereiten, falls ihr nicht so auf die unterschiedlichen Schichten steht. Ich grabe gerne mit dem Löffel im Glas herum, um von allen Schichten etwas am Löffel zu haben, aber das Mousse allein ist auch schon richtig fein.

Schwierigkeitsgrad: loeffel loeffel

Zubereitungszeit: 1/2 Stunde reine Arbeitszeit (das Mousse sollte allerdings mind. 4 Stunden – besser über Nacht kühlen)

Zutaten für 6 – 8 Gläser:

Für das Kakaobiskuit (falls man es extra backen möchte):

  • 20 g glattes Mehl
  • 40 g Feinkristallzucker
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 1 ganze Eier
  • 5 g Kakaopulver

Weisses Maronimousse:

  • 2 Eiklar
  • 2 Eidotter
  • 1/2 Packung Vanillezucker
  • 150g Vollmilch Kuvertüre
  • 125 ml Schlagobers (Sahne)
  • 125 g Maronireis

Dunkles Maronimousse:

  • 2 Eiklar
  • 2 Eidotter
  • 1/2 Packung Vanillezucker
  • 150 g weisse Kuvertüre
  • 125 ml Schlagobers (Sahne)
  • 125 g Maronireis (selbst gemacht ist besser als der tiefgefrorene)

Maronimasse (Maronireis) für die Garnitur:

  • 200 g Maroni (geschält) – Esskastanien
  • 30-40 ml Milch
  • 2 EL Staubzucker (Puderzucker)
  • etwas Rum
  • etwas Kakaopulver

Für die Deko:

  • 250 g Schlagobers (Sahne)
  • Preiselbeermarmelade
  • Ribiselmarmelade (Johannisbeerkonfitüre)

Zubereitung:

Für die Kuchenstücke:

Zuerst die Eier mit Feinkristallzucker und Vanillezucker über Wasserdampf auf ca. 50 Grad aufschlagen und danach in der Küchenmaschine ordentlich schaumig aufschlagen. Ich hab meine Kenwood Cooking Chef zur Hilfe genommen und die Eier mit dem Kristallzucker bei 35 Grad aufgeschlagen. Es geht aber auch ohne Wasserdampf, da bleibt die Masse nur ein kleines bisschen sitzen, aber wird auch super flaumig. Danach das Mehl vermengt mit dem Kakao einrühren.

Eine kleine runde Backform mit Backpapier auslegen und die Masse einfüllen. Bei 200 Grad Ober-/Unterhitze für ca. 10 Minuten backen. Unbedingt die Nadelprobe machen.

Ihr könnt es aber auch so wie ich machen und einen Baileysgugelhupf backen. Dann einfach 2 Scheiben abschneiden und in Würfel schneiden und in die Gläser verteilen.

Für das Mousse (der Einfachheit halber kann man gleich beide Massen gleichzeitig machen und dann halbieren, bevor die Schokolade dazu kommt.

Also egal ob weisses oder Vollmilch Maronimousse, die Zubereitung ist immer gleich und am einfachsten, wenn man alle Zutaten zunächst gleich gemeinsam macht:

Zuerst das steif Schlagobers aufschlagen. Währenddessen zuerst die weisse Schokolade schmelzen (dann kann man die Schmelzschale anschließend gleich für die Vollmilch-Kuvertüre verwenden).

Eiklar mit 25 g Zucker aufschlagen (wenn man beide Massen zeitgleich macht, dann 50 g) und beiseite stellen. Danach die Eidotter gemeinsam mit dem restlichen Zucker und Vanillezucker aufschlagen bis die Masse weißlich wird. Danach die geschmolzene Kuvertüre und den Maronireis (ich habe dafür den tiefgefrorenen aufgetaut, aber eigentlich ist die selbst gemachte viel besser!) untermengen. In die eine Hälfte die weiße, in die zweite Hälfte die Vollmilch Kuvertüre. Die Schokolade sollte nicht heiß sein!

Danach das Schlagobers untermengen und den Schnee unterheben.

Jetzt geht es ans Zusammenbauen:

Zuerst die Schokowürfel, danach etwas Ribiselmarmelade und Preiselbeeren darauf verteilen, die helle und dunkle Maronimousse so verteilen, dass es optisch ein schönes Muster ergibt.

Im Tiefkühler für mind. 5 Stunden kühl stellen.

Danach Schlagobers steif schlagen und mit Hilfe eines Dressiersackes mit Sterntülle auftragen.

Für den Maronireis:

Die geschälten Maroni, die Milch, etwas Staubzucker, wenig Kakaopulver (eine Prise) mit dem Stabmixer aufmixen. Mit Hilfe von Milch kann man die gewünschte Konsistenz individuell regulieren. Er sollte aber jedenfalls nicht zu flüssig werden, sonst lässt er sich nicht mehr formen. 20 ml auf 100 g sind meiner Meinung nach ziemlich ausreichend. Zucker kann man ebenfalls nach Belieben mehr oder weniger nehmen. Mit Rum abschmecken.

Mit Hilfe einer Erdäpfelpresse mit kleinem Lochmuster aufspritzen.

Maronimousse

Maronimousse

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