Topfenkrapfen

Für alle die es noch nicht wissen – ich liebe Krapfen. Wenn es um Krapfen geht bin ich auch wirklich heikel. Sie dürfen nicht trocken sein, es muss richtig viel Marmelade drin sein – aber richtig gute Marmelade von der Mama und nicht irgendein künstliches süsses Etwas – und das allerwichtigste, der Krapfen muss speckig sein. Das bedeutet – wenn man reinbeisst, darf er nicht mehr dieselbe Form haben wie vorher. Nachdem es Krapfen in vielen Bäckereien meist nur zur Faschingszeit gibt und mein letzter Versuch sie daheim zu machen kläglich gescheitert ist (ich hab tatsächlich schwarze Briketts fabriziert – ja auch das passiert!), habe ich mich ob eines unermässlichen Krapfengelüstes an ein Rezept meiner Oma mit meiner Lieblingszutat Topfen gehalten. Vorausgeschickt muss gesagt werden, dass der Topfenkrapfen natürlich kein Hefekrapfen ist. So wie der Topfenstriezel kein Germstriezel ist. AAABER. Der Topfenkrapfen schmeckt köstlich. Ist wunderbar saftig und man kann soviel Marmelade reingeben wie man will. Auch bei der Größe und Höhe kann man sich spielen. Wer gerne mehr Teig als Marmelade mag walkt den Teig vor dem Ausstechen einfach dicker aus, wer gerne mehr Fülle mag, macht es so wie ich und verwendet nicht ganz so dick ausgerollten Teig. Neben Powidltascherl, ist das Topfenkrapfenrezept eines meiner liebsten Rezepte aus der Kindheit. Jetzt will ich Euch das Rezept meiner Oma aber nicht vorenthalten.

Schwierigkeitsgrad: 

Zubereitungszeit: 15 Minuten (dann noch 30 Minuten kalt stellen und 15 Minuten backen)

Zutaten für 10 dünne Topfenkrapfen:

  • 125 g Topfen (Quark) (20%)
  • 8 g Backpulver
  • 1/2 Ei
  • 200 g Mehl (glatt oder universal)
  • 4 EL Öl (ich hab Maiskeimöl genommen)
  • 4 EL Milch
  • 1 Messerspitze Salz
  • 1 Packung Vanillezucker
  • etwas Abrieb einer Zitrone (nicht viel!)
  • 45 g Staubzucker

Für die Fülle/Besteichen:

Wer mag kann sie mit Rum mischen!

Zubereitung:

Das Mehl gut mit dem Backpulver vermengen. Den Topfen, das Öl, die Milch und das Ei zuerst mit der Gabel etwas untermengen und dann gut verkneten, danach noch die übrigen Zutaten untermengen und weiterkneten. Es sollte ein schöner geschmeidiger Teig werden. Diesen mit Klarsichtsfolie abgedeckt für 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen.

Nachtrag: Nachdem so viele Anfragen kommen, wie man ein halbes Ei für das Rezept abwiegt. Man versprudelt einfach ein ganze Ei und gießt mit Augenmaß die Hälfte zur Teigmasse (es muss nicht exakt sein). Den Rest verwendet man dann zum Zusammenkleben der beiden Teighälften und zum Bestreichen.

Den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.

Danach sollte er so aussehen. In 2 gleich große Teile teilen.

Danach den ersten Teil auswalken und mit einem runden Ausstecher Kreise ausstechen. Je dicker man den Teig ausrollt, umso höher werden die Krapfen.  Ich habe – wie man sieht – relativ dünn ausgewalkt. Da könnt ihr aber bis zu 1 cm Dicke gehen! Die ausgestochenen Teigscheiben auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.

Topfenkrapfen mit Marillenmarmelade

Marillenmarmelade auftragen, danach rund um die Marmelade mit Hilfe eines Pinsels verschlagenes Ei streichen und die zweite Hälfte des Teiges auswalken. Diesen ebenso ausstechen und auf die erste mit Marmelade bestrichene Hälfte kleben. Leicht an der Aussenseite andrücken, damit die Naht beim Backen nicht aufgeht und die Marmelade nicht ausrinnt. Den fertigen zusammengebauten Krapfen mit verschlagenem Ei bestreichen und ab geht´s ins Rohr.

Für 15 Minuten backen! Danach die fertigen Topfenkrapfen gleich mit Zucker bestreuen.

Topfenkrapfen

Topfenkrapfen mit Marillenmarmelade

Topfenkrapfen mit Marillenmarmelade

16 Comments on Topfenkrapfen mit Marillenmarmelade

  1. Hab sie heute gebacken ….sorry bin nicht so begeistert. Sind ziemlich trocken… vielleicht hab ich auch was falsch gemacht

    • Hi!
      Eujee, hast du noch zusätzlich Mehl eingearbeitet, weil der Topfen zu feucht war? Dann ist es besser den Topfen über Nacht abtropfen zu lassen (in einem Tuch, Sieb über einer Schüssel im Kühlschrank). lg, Bine

  2. Ich weiß nicht wie du den gleichmäßigen Rand hinbekommen hast, aber bei mir schauen sie völlig anders aus.. Aber sie schmecken gut.

    • Hi! Hast du sie nicht ausgestochen? Wenn man zu viel Marmelade in die Mitte setzt passt der obere Teil natürlich nicht mehr so gut. Wenn man also mehr Marmelade drin haben mag muss man den oberen Teil etwas größer machen, dann passt er auch wieder perfekt 😉 lg, Bine

  3. Bei Weinsteinbackpulver berechne ich einfach die Menge um für 200g Mehl oder? 1 Pk hat 21g und reicht für 500 g Mehl. Ausserdem würde ich lieber Magertopfen nehmen, das geht sicher auch oder?

    • Hi!
      Magertopfen wird zu trocken, es braucht schon etwas Fett.. Mit Weinsteinbackpulver würde dann etwas weniger als die Hälfte nehmen… lg, Bine

  4. Hallo Bine, zunächst danke für dein tolles Rezept. Ich kann es zwar noch nicht ganz abschließend beurteilen aber es liest sich gut bisher. Ich bin sonst eine Verfechterin von normalen in „Berlin um, aber ich wollte mal wieder was anderes ausprobieren. Hierzu habe ich sonst auch ein tolles Rezept. Allerdings wollte ich dich fragen wie groß du ungefähr deine Berliner aus stichst und 10 dabei raus bekommst mein Ausstecher hat einen Durchmesser von ca 6 cm sind deine größer? Und du packst deine Berliner bei Heissluft 175° dann müsste ich ja bei Ober-Unterhitze, denn ich bin eine Verfechterin von Ober-Unterhitze wegen dem Austrocknen bei 190 backen erachte ich als du heißt? Ich wähle mal 180 bis 190.

  5. Heute ausprobiert und bin begeistert! Saftig, flaumig…super-lecker! Die gibts bei uns jetzt bestimmt öfters!
    Danke für das tolle Rezept,
    Lg, Pe

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