Alt Wiener Patzerlgugelhupf

Jetzt habe ich Euch schon etwas länger mit einem neuen Gugelhupfrezept verschont, weil meine Gugelhupf Produktion in der Coronazeit doch etwas Überhand genommen hat. Aber wie angekündigt, hatte ich am Sonntag enorme Lust auf Basteln. Tja und was gibt es schöneres als süssen Kostlichkeiten ein tolles Erscheinungsbild zu verpassen, die obendrein auch noch richtig gut schmecken? Aus diesem Grund gibt´s heute einen Gugelhupf aus super luftigem Germteig (Hefeteig) mit einer tollen Füllung und wirklich spaßiger Bastelarbeit. Alle die keine Germ (Hefe) vertragen, können dieses Rezept gut und gerne auch mit der halben Masse meines Topfenstriezel Rezeptes zubereiten! Alle anderen, die klassischerweise wunderbar fluffigen Germteig verwenden wollen, sollten gleich in die Küche hüpfen und den Basisgermteig für diese absolute Köstlichkeit – den Alt Wiener Patzerlgugelhupf – vorbereiten, damit er noch schnell unter oder neben der Heizung ein tolles Wärmebad nehmen kann. Was ist aber das Besondere am Alt Wiener Patzerlgugelhupf, außer seiner Germteigmassen Basis? Er hat sage und schreibe 4 Füllungen!!! Das klingt auf den ersten Blick nach mega viel Arbeit. Ist es aber nicht, denn eine Füllung – der Powidl ist schon fertig. Nuss-, Mohn- und Topfenfülle sind in 7 Minuten fertig. Wenn nicht in 5. Den fertigen Gugelhupf hab ich übrigens ins Büro mitgenommen. Die Hälfte war binnen weniger Minuten weg.

Schwierigkeitsgrad:

Zubereitungszeit: reine Arbeitszeit 30 Minuten (Gehzeit: 1 Stunde; Backzeit: 40 Minuten)

Zutaten für 1 Gugelhupf:

Für den Germteig (Hefeteig):

  • 500 g Mehl 
  • 1 Würfel Germ (Hefe) frisch
  • 1 Ei
  • 100 g Zucker
  • 200 ml Milch (lauwarm)
  • 100 g Butter
  • 1 Packung Vanillezucker
  • etwas Salz

Topfenfülle:

  • 25 g Butter
  • 35 g Kristallzucker
  • 125 g Topfen
  • 1 Eidotter 
  • 1 Eiklar
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 1/4 Pkg Vanillepuddingpulver

Nussfülle:

  • 125 ml Milch
  • 2 EL Kristallzucker
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 100 g Mandel oder Walnüsse
  • 1 EL Semmelbrösel
  • Rosinen (nach Belieben)
  • 1 El Rum
  • etwas Zimt

Für die Mohnmasse:

  • 125 ml Milch
  • 2 EL Zucker
  • 100 g gemahlener Mohn
  • 1 EL Zitronensaft
  • etwas Vanillezucker

Sonstige Zutaten:

  • Powidl oder so wie ich wilde Heidelbeermarmelade
  • Staubzucker zum Bestreuen

Zubereitung: 

Für den Germteig: 

Mehl in eine große Schüssel sieben. Die Milch gemeinsam mit dem Zucker und der Butter leicht erhitzen, bis Zucker und Butter geschmolzen sind. Die Milch darf vor der Weiterverarbeitung nur noch lauwarm sein, damit die Germ (Hefe) nicht kaputt wird und das Ei nicht zur Eierspeise mutiert. Das Ei unterrühren, die Germ hinein bröseln und solange rühren bis sich alles aufgelöst hat. Diese tolle Mischung dann zum Mehl hinzu leeren und mit den Knethaken des Handmixers oder der Küchenmaschine zu einem Teig kneten. Sobald sich die Masse vom Schüsselrand  löst, herausheben und kurz händisch durchkneten. Kein Mehl einarbeiten!! Aber nicht zu wild kneten. Er sollte noch weich flaumig sein.

Danach wieder in die Schüssel legen und mit einem Geschirrtuch abdecken. Dann darf der Germteig mal 30 Minuten bei der Heizung chillen. Danach nochmal durchkneten und noch einmal für 30 Minuten aufgehen lassen. Er sollte danach dann so aussehen.

Alt Wiener Patzerlgugelhupf

In der Zwischenzeit kann man die Massen für die Füllung vorbereiten.

Für die Topfenmasse:

Butter, Zucker, Vanillezucker und Eidotter schaumig rühren, dann Topfen und das Puddingpulver dazu geben. Den Schnee (mit den 2 Eiklar) vorsichtig unterheben.

Für die Mohn – und Nussmasse:

Die Milch mit dem Zucker kann man für die Mohn und Nussmasse übrigens gleich gemeinsam aufwärmen.

Die süsse Milch anschließend zur Hälfte über den Mohn und die geriebenen Nüsse gießen (beides in getrennten Schüsselchen). Danach die restlichen Zutaten – wie oben angegeben – untermengen und umrühren. Bitte nicht wundern, es schaut zuerst sehr flüssig aus, die Massen werden aber dann abgedeckt für mind. 15 Minuten geparkt. Danach saugt sich die Milch auf und die Füllungen können super weiterverarbeitet werden.

Den Germteig nach der zweiten Runde Gehzeit nochmal durchkneten und in eine Rolle formen. Diese halbieren und nochmal dünner rollen. Danach in 24 gleich große Teile zerteilen.

Danach die 24 kleinen Teile in runde Kreise auswalken. Ich hab dafür ein dickeres kleines Schnapsglas genommen. Die Gugelhupfform mit Butter ausfetten und dann kann es schon losgehen. Auf jeden ausgewalkten Teil einen Patzen (drum auch der Name Patzerlgugelhupf) der 4 Massen auftragen und zu einer Kugel verschließen. (Mangels Powidl hab ich als vierte Masse übrigens wilde Heidelbeermarmelade genommen.) Um eine Kugel zu formen hab ich einfach meine Hand unter die bestrichene Scheibe gelegt, die Handfläche zu einer Mulde geformt, sodass der mittlere Teil einsinkt und dann die Ränder oben miteinander verklebt. Wenn ihr Euch das vorstellen könnt. Man kann es auch übereinander schlagen und verkleben und dann zu einer Kugel formen. Die einzelnen Kugeln in die Gugelhupfform füllen. Wer aufpasst kann sie natürlich so stapeln, dass bei jedem Stück alle 4 Massen vorkommen. Ich bin irgendwann durcheinander gekommen und so war es jetzt ein Surprise Patzerlgugelhupf. Zu guter Letzt sollte der Gugelhupf dann so aussehen, wie auf dem folgenden Bild. (Wobei, meine Form ist etwas kleiner als normale Gugelhupfformen… Fast wäre mir alles beim Backen raus geplumpst. Wenn ihr ihn dann fertig seht, sieht man dass er unten ein paar Kügelchen hat, die sehr aufgegangen sind und fast rausgefallen sind.)

Achtung: Damit die Kugeln sich auch verbinden – den fertigen Gugelhupf nochmal aufgehen lassen.

Den Ofen auf 180 Grad Heißluft aufheizen und den Gugelhupf für ca. 35-45 Minuten backen.

Alt Wiener Patzerlgugelhupf

Alt Wiener Patzerlgugelhupf

Alt Wiener Patzerlgugelhupf

Sieht er nicht toll aus, der Alt Wiener Patzerlgugelhupf?

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.