Kardinalschnitte

Es gibt nur wenige, die sie nicht lieben. Auf jeder Party ist sie DER Nachspeisenrenner. Viele glauben es ist eine riesige Kunst sie zu machen. Auch ich musste ein wenig üben bzw. für mich die perfekte Rezeptur erarbeiten, weil es schon ein paar kleiner Kniffs und Tricks bedarf, dass sie schön aufgeht, kaum zusammenfällt und wunderbar fluffig wird. In der Mehlspeisenküche ist die Kardinalschnitte aber kaum zu toppen, drum lohnt es sich einfach sich drüber zu trauen und sie selbst zu backen. Wenn ihr meinen Angaben folgt, steht einem Erfolg auch nichts mehr im Wege! 

Ich zeige Euch nämlich wie unkompliziert es wirklich geht. Ihr könnt auch als Hilfe mein Video anschauen und mitbacken! Dieser österreichische Klassiker der ist einfach ein Traum.

Schwierigkeitsgrad: 

Zubereitungszeit:  Backen: 15-20 Min. (1-2 Stunden auskühlen lassen)

Zutaten für eine Kardinalschnitte:

weiße Masse:

  • 200g  Kristallzucker
  • 8 Eiklar (Größe L)
  • etwas Essig

gelbe Masse:

  • 8 Eidotter (Größe L)
  • 2 ganze Eier (Größe L)
  • 60g Staubzucker (Puderzucker)
  • 50g Mehl
  • Vanillezucker
  • 2 Msp. Backpulver

Füllung:

  • Ribiselmarmelade (Johannisbeergelee)
  • Schlagobers (Sahne)

Tipp: Nicht ganz frische Eier verwenden, da die weisse Masse sonst nicht steif genug wird. Nach dem Backen kann sie sonst  unter Umständen etwas „glasig“ aussehen und etwas gummiartig schmecken. (Muss aber nicht sein!!!)

Anleitung für die Zubereitung gibt´s auch als Video. Siehe Link unten!

WICHTIG: Sollte man keine Eier Größe L verwenden, insgesamt 12 Eier nehmen! (Dh. 10 Eiklar, 10 Eidotter)

Für die weiße Masse:

Das Eiweiß steif schlagen, dann erst den Kristallzucker hinzufügen und mind. 5 Minuten weiter schlagen, 1 TL Essig hinzufügen und unterschlagen. (Hilft, dass das Eiweiß nicht zusammenfällt, man kann auch Zitronensaft oder Salz verwenden)

Die Masse sollte dann so aussehen:

Für die gelbe Masse:

Die Eigelbe (+2 ganzen Eiern) extrem schaumig auf das doppelte Volumen aufschlagen, dann erst Vanille- und Staubzucker hinzufügen und ganz zum Schluss das Mehl und Backpulver unterheben. Die gelbe Masse sollte ebenfalls wunderbar schaumig und voluminös sein!

Die beiden Massen werden jetzt auf ein mit Backpapier belegtes Blech aufgetragen (zuerst die weiße Masse mit einem Spritzsack auftragen, gelb dazwischen gießen). Ich spritze meist mit einer Sterntülle Punkte auf. Man kann natürlich klassisch auch einfach eine Bahn auftragen.

Es soll sich auf einem einzigen Blech auf Backpapier folgendes Bild ergeben: weiss-gelb-weissweiss-gelb-weiss! (dann hat man 2 gleiche Teile, die man nach dem Auskühlen auseinanderschneiden kann) zuerst alle weißen Streifen auftragen, dann erst gelb dazwischen gießen! Es ist kein Schreibfehler… in der Mitte stoßen weiß und weiß zusammen. Nach dem Backen wird hier mit dem Messer durchgeschnitten (das Backpapier mit einer Schere schneiden, sodaß wirklich 2 identische Teile entstehen!)

Den Ofen auf 150 Grad Umluft vorheizen. Die Kardinalschnitte dann ungefähr 15-20 Minuten backen. Die weißen Teile müssen leicht braun werden, der gelbe Teil ist fertig gebacken, wenn auf einer metallischen Rindsrouladennadel beim Hineinstechen kein Teig mehr kleben bleibt. Die Kardinalschnitte nach dem Herausnehmen, gleich mit dem Backpapier auf einen Rost zum Auskühlen ziehen, damit sie nicht auf dem heißen Blech noch nach bäckt und hart wird. Wenn die Massen abgekühlt sind auseinander schneiden, damit man 2 gleiche Teile hat.

 

Ribiselmarmelade auf die 2 gelben Streifen des unteren Teils streichen, geschlagenes Obers über den gesamten unteren Teil streichen (1 Becher), oberen Teil daraufsetzen, indem man das Backpapier leicht abzieht, den Teil vorne aufsetzt und gleichzeitig das Backpapier weiter abzieht und den oberen Teil auf den unteren gleiten lässt, mit Staubzucker bestreuen, fertig!! Wer sich das Abziehen nur auf der Hand noch nicht so traut, setzt den zweiten Teil mit dem Backpapier auf ein Schneidebrett, löst vorne ebenfalls etwas das Backpapier. Setzt den Beginn des oberen Teiles auf den Anfang des unteren Teiles und zieht während man Stück für Stück weiter geht das Backpapier unter dem gekippten Brett einfach weg und lässt so den oberen Teil auf den unteren gleiten.  Jetzt nur noch mit Staubzucker bestreuen und fertig ist die perfekte Kardinalschnitte!

Hier gibt´s die Anleitung als Video.

Kardinalschnitte

Kardinalschnitte

15 Comments on Kardinalschnitte

  1. Es wäre gut wenn Im Rezept auch stehen würde dass dort L Eier hinein kommen 🙂 Haben alle Zutaten fertig eingekauft sowie M Eier weil das ja meist du Standard Back Angabe ist und dann erst hinterher durch Zufall aus dem video bemerkt dass es die falschen waren und wir 2 Eier mehr hinein tun mussten 😉 Ansonsten tolles Rezept 🙂

    • Liebe Melanie, Danke für den Hinweis! Das habe ich total übersehen! Freu mich dass dir das Rezept sonst gut gefallen hat!!! lg, Bine

  2. Hallo, habe mich ganz genau an dein Rezept gehalten. Hatte aber nur frische Eier. Die Masse ist im Backofen auch super aufgegangen aber als ich die Türe vom Backofen geöffnet habe, ist der Schnee zusammen gefallen, hätte doch mehr als nur ein TL Essig hinein gehört? Liebe Grüße

    • Hallo liebe Melisa, hast du mit der Maschine aufgeschlagen oder per Hand? Wenn man nämlich mit der Maschine schlägt, dann überschlägt man die Masse oft (dh. es kommt so viel Luft hinein, die dann wieder entweichen muss und dann fällt alles zusammen). Du kannst auch knapp vor Backende mal in den Ofen reinschauen, dann entweicht Luftfeuchtigkeit, das hilft auch oft. Ein bisschen fällt es aber auf jeden Fall zusammen. Liebe Grüße
      Bine

  3. Hallo, Was sind die Kuchen Maße bevor man ihn in den Ofen schiebt. Bitte Länge und Breite in cm angeben. Das Rezept ist super.

  4. Meine erste Kardinalschnitte – diese nach deinem Rezept gebacken, vorher das Video angeschaut – und sie ist wunderbar gelungen. Allerdings sind zwei kleinere daraus geworden, da ich mit dem Aufdressieren etwas zu „sparsam“ war. Aber sie hat allen gut geschmeckt. Vielen Dank für dieses und deine vielen anderen tollen Rezepte, einiges habe ich bereits nachgekocht bzw. gebacken – ist immer wieder eine Gaumenfreude 🙂
    Liebe Grüße Ingrid

  5. WICHTIG: Sollte man keine Eier Größe L verwenden, insgesamt 12 Eier nehmen! (Dh. 10 Eiklar, 10 Eidotter) so stehts in deinem Rezept, du meinst sicher

    12 Eiklar und 12 Eidotter

    einen schönen Tag wünsche ich dir

    • Hallo liebe Elisabeth, es stimmt schon so wie geschrieben.
      Nachdem ja 2 ganze Eier auch in die Dottermasse kommen sind es für den Rest statt 8 Eiern, 10 Eier 🙂 lg, Bine

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